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Gold- und Silberschmiede in Naumburg
Bearbeitet von Bernt Zeitzschel

 

Museumsverein Naumburg e.V.

 
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Inhaltsverzeichnis
Vorwort des Autors
Innungsgeschichte
Die Artikel 1590
Die Artikel 1661
Die Artikel 1753
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1706 Johann Christian Steinauer Blaettern in chronologischer Reihenfolge Blaettern in chronologischer Reihenvolge vorwaerts

aus Rosswein
MZ: ICS (kde) ?
beerdigt am 27.09.1748: “Hr. Johann Christian Steinauer, Königl. Poln. u. Churfürstl. S. Commisions Rath, vornehmer Jubilier, Kauff u. Handelßmann alhier mit der gantzen Schule und Lichenwagen beygesetzet“. Wird auch im Bürgerbuch und in den Kirchenbüchern als Jubelierer und Handelsmann bezeichnet, ist wahrscheinlich kein gelernter Goldschmied sondern Kaufmann.

Eintrag im Trauregister von St. Wenzel: “am 02.04.1706 Hr. Joh. Christian Steinauer, Jubilier u. Handelßmann alhier und Jgfr. Anna Regina Schmidt, nachgelass. Tochter d. Joh. Caspar Schmidt, B. u. Jubilirer, copuliert“.
Weitere Ehe am 31.08. 1710: “Hr. Joh. Christian Steinauer, Jublier u. Handelßmann alhier und Jgfr. Dorothea Margareta Warlitz Vater: Gottfried Warlitz, Raths Cämmerer u. Handelßmann zu Altenburg“.

Acht Kinder im Taufregister von St. Wenzel nachweisbar:
“16.01.1707 Johann Christian ( 1. Kind, 1. Ehe), Paten: Hr. Joh. Heinrich Schmidt, Handelßmann in Weißenfels, Hr. Georg Friedrich Lauhe, Tuchhändler, Fr. Maria, Hr. Joh. Caspar Schmidts nachgelass. Wwe;
24.01.1712 Gottfried Anton (1. Kind, 2. Ehe), Paten: Hr. Gottfried Warlitz, Raths Cämmerer u. Handelßmann zu Altenburg als Großvater, Hr. Jobst Wilhelm Heße, Vornehmer des Raths und Steuer Einnehmer zu Erfurth, Fr. Anthonia v. Morgenthal, geb. v. Güntherfelde, Witbe in Mühlingen;
02.08.1713 Christiana Loysa, Paten: Hr. Hertzog Christian v. Weißenfels u. dessen Gemahlin Christian Loysa, Fr. Christina Charlotta Schwitzen, Ober Jäger Meisterin v. W..;
01.07.1715 Johann Wilhelm, Paten: Fr. Christiana, Mstr. Steinauers, Tuchmachers v. Roßwein, nachgelass. Wwe. als Großmutter, Hr. Christian Andreas Steinauer, Kauffmann in Berlin, Hr. Joh. Conrad Rettig, Goldschmidt;
20.05.1717 Johann Friedrich, Paten: Hr. Doct. Michael Jacobi, Jgfr. Joh. Erdmuthe Ebisch aus Leipzig, Hr. Joh. David Heß, Land Commissarius;
01.12.1718 Christiana Dorothea, Paten: Fr. Elisab. Caritas, Hr. Joh. Wilhelm Schmidts, Raths u. Handelßmann Zu Weimar, Eheliebste, Hr. Christoph Friedrich Warlitz, Jur. Practici in Weimar, Hr. Georg Friedrich Lauthes, Tuchhändlers, Frau;
14.10.1720 Johann Friedrich, Paten: Hr. Philipp Adam Lentz, Handelßmann in Augspurg, Hr. Dr. Joh. Peter Meinhardt, Jgfr. Christina Sophia, Hr. Esaias Hickmanns, Stadt Syndicus, Tochter;
11.04.1724 Ursula, Paten: Fr. Rahel Regina, Hr. Georg Melchior Schlagners, Hochfürstl. S. Gothaisch. Hauptmann zu Eisenberg, Eheliebste, Hr. Gottfried Christian Schneider, Handelsherr u. Jublier zu Leipzig, Fr. Concordia Sophie, Hr. Dr. Peter Meinhardts Eheliebste“;

Einträge im Sterberegister von St. Wenzel: “am 05.01.1709 Fr. Anna Regina, Hr. Joh. Christian Steinauers, Kauff u. Handelßmann u. Jubilier alhier, Eheliebste mit Begräbnis beygesetzet; am 12.04.1780 Fr. Dorothea Margareta, Hr. Joh. Christian Steinauers, weyl. Königl. Poln. u. Churfürstl. S. Commissions Rath, nachgelass. Wwe. 88 J. alt m. d. g. Schule beygesetzet“.

Wird ebenso wie seine Ehefrau Dorothea Margaretha mehrmals im Taufregister von St. Wenzel genannt, z. B. am 20.07.1715 bei Johann Gottlieb, dem Sohn des Goldschmieds Johann Heinrich Heydeck, am 07.05.1720 bei Christina , der Tochter des Gold u. Silberarbeiters Christian Helm, sowie am 10.12.1724 bei Christian, dem Sohn des Goldschmieds Heinrich Conrad Rättig. Seine zweite Ehefrau ist Patin am 27.11.1713 bei Johanna Sophia, der Tochter des Goldschmieds Johann August Mäcke, am 01.03.1721 bei Concordia Christine Heydeck: "Hr. Joh. Christian Steinauers Eheliebste, Fr. Dorothea Margaretha", sowie am 11.10.1728 bei Dorothea Elisabeth, der Tochter des Goldschmieds Heinrich Conrad Rättig. [Weitere Ehe vermutlich mit Joh. Wilhelmine, geb. Sonnenkalb 1740?, nicht wahrscheinlich!]

Erhält das Bürgerrecht am 23.03.1706. Sein Sohn Gottfried Anthon bekommt am 29.01.1742 ebenfalls als "Jubelierer" das Bürgerrecht in Naumburg. Ist von 1707 bis zu seinem Tode in Naumburg ansässig. Wird auch als “Gold- und Silberfabrikant“ bezeichnet, ist aber nicht als Mitglied der Naumburger Goldschmiede-Innung nachweisbar. Im Jahr 1716 arbeiteten in Naumburg für ihn 11 Gold- und Silberschmiede (Democh ~1952). Als der Sachs. Weißenfelder Kommerzienrat genannt (Ratsprotokoll 1775?) wohl der Sohn ? Eingetragen 1725 in Naumburg als Besitzer des Hauses Viehgasse Nr. 39. Hat einen Weinberg an der Großjenaer Fähre mit bekannten Steinbildern. Vielleicht ist auch der schwebende Merkur am Hause auf seine Veranlassung entstanden (Hoppe, 1940). [siehe auch Fischer 2001].
Werke:
Deckelbecher, H: 16,5 cm, G: 200g; Vermeil auf drei Kugelfüßen. Zylindrische Wandung, im unteren Teil und auf dem Deckelwulst mit gedrehtem Pfeifenornament gegliedert. Als umlaufender Fries Akanthusranke auf weißbildendem gepunztem Grund. Auf dem Deckel Perlfries, Rosette und Kogelbekrönung. Innen vergoldet. Steuerstempel von Prag. Auktion Spik 525, 1983 Nr. 995, Privatbesitz, Zuschreibung.
Steinauer: Becher

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